Qualitätsdebatte der Offenen Jugendarbeit

Ein empirischer Beitrag aus Sicht der Soziokulturellen Animation und der ländlichen Gemeinden des Kantons Luzern

Die Qualitätsdebatte der Sozialen Arbeit und jene der Offenen Jugendarbeit werden beleuchtet. In der Soziokulturellen Animation findet die Debatte über Qualität kaum statt, weshalb die Interventionspositionen des Handlungsmodells der Soziokulturellen Animation aus Sicht der drei Qualitätsdimensionen nach Avedis Donabedian betrachtet werden. Der Theorieteil endet mit der leitenden Annahme, dass im Rahmen der Qualitätsdebatte zwischen Professionellen und Auftraggebenden der Offenen Jugendarbeit ländlicher Gemeinden die Strukturqualität stärker gewichtet wird als die Prozess- und Ergebnisqualität. Die Annahme wird anhand einer quantitativen Befragung und zwei qualitativen Gruppendiskussionen mit Auftraggebenden und Professionellen der Offenen Jugendarbeit für die ländlichen Gemeinden des Kantons Luzern widerlegt. Die Forschungsresultate zeigen auf, dass im Rahmen der Qualitätsdebatte bei Auftraggebenden und Professionellen ein unterschiedliches Verständnis darüber besteht, was gute Offene Jugendarbeit ausmacht. In erster Linie sind Professionelle und Auftraggebende aufgefordert, eine Qualitätsdebatte anzustossen, bevor Konzepte zur Qualitätsentwicklung angewandt werden. Schliesslich beinhaltet die Bachelor-Arbeit Handlungsempfehlungen, wie aus Sicht der Soziokulturellen Animation eine wertebasierte Qualitätsdebatte geführt werden kann.

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Marc Bachmann, Benjamin Rindlisbacher
Qualitätsdebatte der Offenen Jugendarbeit
Ein empirischer Beitrag aus Sicht der Soziokulturellen Animation und der ländlichen Gemeinden des Kantons Luzern
Bachelor-Thesis
15.08.2012