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Patenschaft olé – Kinderarmut ade?

Eine qualitative Untersuchung über den Einfluss von Patenschaften auf die Handlungs- und Entwicklungsspielräume armutsbetroffener Kinder

Die Autorinnen untersuchten den Einfluss von Patenschaften des Projektes «mit mir» der Caritas Zürich auf die Handlungs- und Entwicklungsspielräume von armutsbetroffenen Kindern. Durch das Patenschaftsprojekt «mit mir» erhalten die Kinder eine zusätzliche Bezugsperson, mit welcher sie eine abwechslungsreiche Freizeit erleben. Mittels einer 360°-Befragung wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt und je sechs teilnehmende Kinder, Mütter und Paten respektive Patinnen interviewt.

Die Autorinnen verknüpften die Untersuchungsergebnisse mit der Theorie zu den kindlichen Handlungs- und Entwicklungsspielräumen des Lebenslagekonzeptes. Kinderarmut beschränkt sich meist nicht nur auf familiäre Einkommensarmut, sondern bedeutet für die betroffenen Kinder eine Unterversorgung in verschiedenen zentralen Lebensbereichen. Diese Unterversorgung kann zu einer Einschränkung der kindlichen Handlungs- und Entwicklungsspielräume führen. Die Erkenntnisse aus der Untersuchung zeigen, dass das Patenschaftsprojekt zu einer Erweiterung der Handlungs- und Entwicklungsspielräume beitragen und Schutzfaktoren stärken kann. Anhand der Präventionstheorie lassen sich präventive Aspekte des Patenschaftsprojektes erkennen. Die Autorinnen formulierten präventive Interventionsmöglichkeiten im sozialarbeiterischen Beratungskontext der Sozialhilfe, um mögliche Einschränkungen der kindlichen Handlungs- und Entwicklungsspielräume abzumildern oder zu verhindern.

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Samira Dietsche, Madeleine Ochsner, Sascha Guidon
Patenschaft olé – Kinderarmut ade?
Eine qualitative Untersuchung über den Einfluss von Patenschaften auf die Handlungs- und Entwicklungsspielräume armutsbetroffener Kinder
Bachelor-Thesis
15.08.2009