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Psychosoziale Belastungen durch Erstelternschaft

über salutogenetisch orientierte Methoden in der Spitalsozialarbeit mit (werdenden) Eltern

Der Übergang in die Elternschaft und insbesondere die Geburt des ersten Kindes bringen Veränderungen auf diversen Ebenen für ein Paar mit sich. Die Spitalsozialarbeit nimmt sich psychosozialen Anliegen von (werdenden) Eltern in Verbindung mit einer Spitalbehandlung durch eine Schwangerschaft und Geburt an. Das Konzept der Salutogenese hat im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung gewonnen und bietet auch für die Praxis Sozialer Arbeit neue Perspektiven. Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Spitalsozialarbeit anhand salutogenetisch orientierter Methoden zur Bewältigung psychosozialer Belastungen im Übergang in eine Erstelternschaft beitragen kann. Das Ziel ist es, das Konzept der Salutogenese mit der Spitalsozialarbeit zu verknüpfen und handlungsleitende Methoden für die Spitalsozialarbeit mit (werdenden) Eltern abzuleiten. Für die Beantwortung der Fragestellung wird aktuelle Fachliteratur zum Übergang in die Erstelternschaft, zur Spitalsozialarbeit sowie zum Konzept der Salutogenese beigezogen. Ebenfalls liefert ein Transitionsmodell sowie eine Studie zum Übergang in die Elternschaft Hinweise für mögliche Problemlagen und damit verbundene Bewältigungsaufgaben. Drei salutogenetisch orientierte Methoden und Konzepte der Sozialen Arbeit werden vorgestellt und auf ein Fallbeispiel angewendet. Das Konzept der Salutogenese bildet dabei Leitlinien für die professionelle Praxis. Die Ergebnisse zeigen, dass die Begleitung im Übergang in eine Erstelternschaft aufgrund der biopsychosozialen Dimensionen eine multiprofessionelle Aufgabe darstellt. Eine vorgeburtliche Bearbeitung vorhandener Problemlagen ist angesichts verkürzter Spitalaufenthalte sinnvoll, um spezifische Interventionen präventiv zu planen und zu einem gelingenden Übergang beizutragen. Salutogenetisch orientierte Spitalsozialarbeit erfolgt im persönlichen Umgang mit den (werdenden) Eltern und hat die Erweiterung der sozialen Unterstützung und die Vermittlung an externe Hilfsorganisationen zum Inhalt. Es geht darum Probleme für (werdende) Eltern verstehbar und erklärbar zu machen, Ressourcen zu mobilisieren, Informationen zum Gesundheits- und Sozialwesen zu vermitteln und die Bedeutsamkeit des Ereignisses zu fördern.

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Dyan Senn
Psychosoziale Belastungen durch Erstelternschaft
über salutogenetisch orientierte Methoden in der Spitalsozialarbeit mit (werdenden) Eltern
Bachelor-Thesis
14.06.2021