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Queerreflektierende Schulsozialarbeit

Die Situation queerer Jugendlicher zeigt einen dringenden Handlungsbedarf für die Schweizer Volksschule als zentrale Sozialisations-, Erziehungs- und Bildungsinstanz. Eine Vielzahl von Studienergebnissen stellt dar, dass queere Jugendliche unter erschwerten Bedingungen ihre Schulzeit erleben, und verdeutlicht, dass Aufklärung über geschlechtliche und sexuelle Vielfalt an der Schweizer Volksschule dringend notwendig ist, um im Raum Schule eine anerkennende Kultur der Vielfalt und gleichberechtigte Entwicklungsbedingungen für alle Jugendliche zu schaffen.

Mittels Theorie und Studienergebnissen wird eruiert, was im Kontext Volksschule mögliche Herausforderungen für queere Jugendliche sind und wie diesbezüglich die Rolle der Schulsozialarbeit auszugestalten ist, um Vielfalt zu fördern und alle Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Erkenntnisse aus Theorie und Empirie werden dargelegt und miteinander verknüpft, um schlussendlich eine queerreflektierende Schulsozialarbeit zu modellieren. Mit einer interdisziplinär ausgerichteten, queerreflektierenden Schulsozialarbeit wird die Heteronormativität, die sich in der Schule als Abbild der Gesellschaft wiederfindet, irritiert und eine mögliche queere Alternative aufgezeigt. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Beitrag differenzierte Empfehlungen zur Rolle der Schulsozialarbeit und anleitende Handlungsempfehlungen für die Umsetzung in der Praxishervorgebracht.

Schlussendlich soll für alle Jugendliche ein relevanter Beitrag zur Entwicklungsfreiheit und Chancengleichheit geleistet werden, denn heteronormative Barrieren betreffen alle. Die Handlungsempfehlungen für Volksschulen adressieren ein interdisziplinäres Publikum, stehen aber in erster Linie der Schulsozialarbeit als Praxishilfe zur Verfügung.

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Anina Amira Kenney, Janina Kradolfer
Queerreflektierende Schulsozialarbeit
Bachelor-Thesis
69 Seiten
05.2020
10.26038/112161