Schulsozialarbeit im Umgang mit der Sexualisierung in sozialen Medien

Einfluss auf jugendliche Lebenswelten und professionelle Handlungsmöglichkeiten in der Praxis

Die Bachelorarbeit «Schulsozialarbeit im Umgang mit der Sexualisierung in sozialen Medien» untersucht, wie Sexualisierung in sozialen Medien jugendliche Lebenswelten und Entwicklungsaufgaben beeinflusst. Im Zentrum steht die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten sich daraus für die Schulsozialarbeit ergeben. Die Literaturarbeit verbindet Fachliteratur, Studien sowie Grundlagen aus Schulsozialarbeit, sexueller Bildung und Medienbildung. Zur Beantwortung dieser Frage werden vier Erscheinungsformen analytisch unterschieden: Rezeption sexualisierter Darstellungen, sexualisierte Selbstdarstellung, sexualisierte Kommunikation und Austausch intimer Inhalte sowie grenzüberschreitende und nicht-konsensuelle Formen. Die Analyse anhand der Makro-, Meso- und Mikroebene zeigt, dass Sexualisierung nicht nur individuelles Verhalten beschreibt, sondern im Zusammenspiel gesellschaftlicher Normen, Plattformlogiken, Peerdynamiken und individueller Entwicklungsprozesse entsteht. Die Ergebnisse verdeutlichen eine ambivalente Bedeutung sozialer Medien. Sie können Orientierung, Austausch und Selbstentfaltung ermöglichen, aber auch Körperunzufriedenheit, Vergleichsdruck, geschlechtsspezifische Abwertung und Grenzverletzungen begünstigen. Betroffen sind sexuelle Identität, Selbstwert, Geschlechterrollen, Beziehungen und Grenzsetzung. Für die Schulsozialarbeit ergeben sich präventive, früherkennende, beratende und kooperative Handlungsmöglichkeiten. Zentral ist eine lebensweltorientierte, ressourcenorientierte und systemische Haltung, welche Selbstbestimmung, Reflexionsfähigkeit, Grenzbewusstsein und Handlungssicherheit stärkt.

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Wenzel Tiefenthaler
Schulsozialarbeit im Umgang mit der Sexualisierung in sozialen Medien
Einfluss auf jugendliche Lebenswelten und professionelle Handlungsmöglichkeiten in der Praxis
Bachelor-Thesis
10.08.2026