Soziale Kohäsion durch Begegnung fördern
Die Rolle der Soziokulturellen Animation im Berner Generationenhaus als Drittem Ort
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie das Berner Generationenhaus (BEGH) als Institution und öffentlich zugänglicher Ort zur Förderung sozialer Kohäsion beitragen kann. Im Zentrum steht die Frage, wie Begegnung im Dritten Ort zur Schaffung einer Willkommenskultur beiträgt und welche Rolle die Soziokulturelle Animation (SKA) als Beteiligungsprofession dabei einnimmt. Die Arbeit basiert auf theoretischen Konzepten wie sozialer Kohäsion, Resonanz, Willkommenskultur, Beziehungsarbeit, Dritter Ort, Caring Spaces und der intermediären Position der SKA. Für diese Forschungsarbeit wurden drei Expertinneninterviews geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Kohäsion nicht durch strukturelle Bedingungen allein, sondern durch gestaltete Begegnung, Beziehungsangebote und gemeinsam ausgehandelte Verantwortung entsteht. Beziehungsarbeit erweist sich dabei als zentrale Methode im Alltag der Institution – getragen von einer Haltung der Offenheit, Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die SKA wird als Schlüsselfunktion identifiziert, um Begegnung und Räume für ein verantwortungsvolles Miteinander zu gestalten und Beteiligung zu ermöglichen. Die Arbeit endet mit konkreten Handlungs-empfehlungen zur Weiterentwicklung des BEGH als inklusiver und partizipativer Ort der Begegnung. Ivan Süess ist Autor dieser Arbeit und Mitarbeiter des BEGH.