Sozialpädagogik im Zeichen der Klimakrise

Handlungsbedarf und Handlungsansätze zur Lebensbewältigung von Kindern und Jugendlichen

Die globale Klimakrise stellt eine der grössten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit dar. Die vorliegende Literaturarbeit «Sozialpädagogik im Zeichen der Klimakrise» von Gregor Hayoz und Benjamin Steiner untersucht, inwiefern die Klimakrise einen sozialpädagogischen Handlungsbedarf begründet. Auf Grundlage des Lebensbewältigungskonzepts nach Lothar Böhnisch wird analysiert, wie sich die Klimakrise auf die Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen auswirkt. Die Struktur der Arbeit orientiert sich am Wissens-Praxis-Transfermodell nach Gregor Husi. Die Ergebnisse zeigen, dass die Klimakrise eng mit gesellschaftlichen Naturverhältnissen, der imperialen Lebensweise sowie wachstumsorientierten und kapitalistischen Strukturen zusammenhängt. Insbesondere die Orientierung an Konsum, Wachstum und Gewinnmaximierung zeigt sich als struktureller Treiber der sozial-ökologischen Krise. Die Arbeit zeigt, dass die Klimakrise eine sozial-ökologische Krise darstellt, die nicht allein technisch lösbar ist, sondern eine sozial-ökologische Transformation und ein gesellschaftliches Umdenken erfordert, um ein «gutes Leben für alle» innerhalb der planetaren Grenzen zu ermöglichen. Zudem beeinflusst die Klimakrise als kritische Lebenssituation die Lebensbewältigung von Kindern und Jugendlichen und gefährdet ihre Handlungsfähigkeit. Selbstwert, Selbstwirksamkeit und soziale Anerkennung werden durch klimabezogene Unsicherheiten, Zukunftsängste und gesellschaftliche Herausforderungen belastet. Daraus ergibt sich ein erweiterter Auftrag für die Sozialpädagogik, deren Handlungsansätze auf der Makro-, Meso- und Mikroebene beschrieben werden.

Mehr Weniger
Gregor Hayoz, Benjamin Steiner
Sozialpädagogik im Zeichen der Klimakrise
Handlungsbedarf und Handlungsansätze zur Lebensbewältigung von Kindern und Jugendlichen
Bachelor-Thesis
10.08.2026