Soziokulturelle Animation und Digital Divide
Die Vermittlungsposition und digitale Ungleichheiten
Die vorliegende Bachelorarbeit von Loïc Wohlfarth mit dem Titel «Soziokulturelle Animation und Digital Divide: die Vermittlungsposition und digitale Ungleichheiten» geht der Frage nach, wie die Vermittlungsposition der Soziokulturellen Animation im Kontext des Digital Divide zu verstehen ist. Als Literaturarbeit ist sie in fünf Kapitel gegliedert, die jeweils theoretische und empirische Bezüge liefern. Argumentativer Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die fortschreitende Digitalisierung der Lebenswelt in der Schweiz digitale Ungleichheiten verstärkt. Aufbauend auf Habermas' Theorie der Kolonisierung der Lebenswelt wird argumentiert, dass der Digital Divide als Folge dieser Entwicklung zu verstehen ist. Anhand theoretischer Konzepte und empirischer Daten werden die Ebenen des Digital Divide analysiert. Diese zeigen auch in der Schweiz eine ungleiche Verteilung digitaler Teilhabechancen entlang sozialer Faktoren wie Alter, Bildung, Geschlecht oder Behinderung auf. Die Soziokulturelle Animation als Profession im gesellschaftlichen Mittelfeld, muss dabei zwischen systemischen Anforderungen und lebensweltlichen Bedürfnissen vermitteln. Ihre professionelle Aufgabe besteht darin, digitale Ungleichheiten sichtbar zu machen und zwischen systemischen Logiken und alltagsnaher Realität zu übersetzen. So kann sie auf den Digital Divide reagieren und zur demokratischen Gestaltung der Digitalisierung beitragen. Die Arbeit liefert damit eine Erweiterung des professionsbezogenen Verständnisses der Vermittlungsposition der Soziokulturellen Animation im digitalen Zeitalter.