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Stigmatisierung der depressiven Störung

Eine Betrachtung der Selbststigmatisierung von Menschen mit einer depressiven Störung

Die unterschiedlichen Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit beinhalten vielfältige Begegnungen mit Menschen. Dabei besteht die Möglichkeit mit Menschen zu arbeiten, welche von einer depressiven Störung betroffen sind, denn die Zahl der Betroffenen liegt jährlich bei etwa 7%, sei es eine Ersterkrankung oder eine wiederkehrende Erkrankung. Trotz dieser Verbreitung, müssen Menschen mit einer depressiven Störung noch immer mit Stigmatisierung im Alltag rechnen. Zu den täglichen Vorurteilen gehören ein Fehlender Wille für die Genesung oder Faulheit in Bezug auf die Arbeit. Die grosse Schwierigkeit stellen zudem Vorurteile dar, welche Menschen mit einer depressiven Störung sich selber gegenüber hegen. Diese Selbststigmatisierung kommt beispielsweise daher, dass Betroffenen ebenfalls mit Vorurteilen gegenüber psychischen Störungen sozialisiert wurden, ihre eigene Erkrankung nicht anerkennen oder ihnen schlicht Wissen über die psychische Störung fehlt. Das führt dazu, dass die psychische Störung nicht behandelt oder sogar nicht erkannt wird. Dieser Zustand ist belastend für Menschen mit einer depressiven Störung, welche unter Selbststigmatisierung leiden und kann dazu führen, dass zusätzlich zu den Symptomen der Störung beispielsweise die Selbstwirksamkeit beeinträchtigt wird. Dies kann wiederum in verschiedenen Bereichen folgenreich Einflüsse, wie soziale Isolierung, fehlende Arbeit und somit eine geringere Lebensqualität bewirken. Die Ergebnisse dieser Arbeit deuten darauf hin, dass bereits bestehende Methoden der Sozialen Arbeit einen positiven Einfluss auf die Selbstwirksamkeit haben und somit zur Reduzierung der Selbststigmatisierung beitragen.

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Isabelle Sigrist
Stigmatisierung der depressiven Störung
Eine Betrachtung der Selbststigmatisierung von Menschen mit einer depressiven Störung
Bachelor-Thesis
67 Seiten
15.08.2019
10.5281/zenodo.3469885