Stressmanagement für Armutsbetroffene in der Sozialhilfe
Eine Literaturarbeit auf Basis der Stresstheorie von Lazarus unter der Berücksichtigung des Tripelmandats
Diese Arbeit identifiziert die Stressbelastung von Sozialhilfebeziehenden in der Schweiz und analysiert, wie Sozialarbeitende durch stressreduzierte Betreuung und gezielte Förderung im Stressmanagement zur Verbesserung ihrer Lebenssituation beitragen können. Ausgangspunkt ist die wachsende Zahl an Langzeitbeziehenden sowie die steigenden gesellschaftlichen und politischen Anforderungen an die Sozialhilfe.
Als theoretischer Rahmen dient das Stressmodell von Lazarus (1984), welches Stress als Wechselwirkung zwischen Umweltanforderungen und individuellen Bewältigungsressourcen beschreibt. Zudem wird das Tripelmandat der Sozialen Arbeit betrachtet, das Sozialarbeitende in ein Spannungsfeld zwischen professionellen, gesellschaftlichen und klienten:innen bezogenen Verpflichtungen stellt.
Die Analyse zeigt, dass sozialarbeiterische Interventionen durch die Förderung geeigneter Coping-Strategien und strukturelle Massnahmen eine nachhaltige Stressbewältigung ermöglichen können. Abschliessend werden Handlungsempfehlungen für die Praxis formuliert, um die psychosoziale Stabilität von Sozialhilfebeziehenden langfristig zu verbessern.