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Suizidalität im Alter – verhindern oder nicht verhindern?

Eine ethische Herausforderung für Sozialarbeitende

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik der Suizidalität im Alter und der daraus entstehenden ethischen Herausforderung für die Soziale Arbeit. Für die Soziale Arbeit entsteht im beruflichen Kontakt mit suizidwilligen älteren Menschen ein ethisches Dilemma. Auf der einen Seite hat der Mensch ein Selbstbestimmungsrecht, welches ein Grundrecht ist. Auf der anderen Seite ist die Fürsorge eine zentrale Aufgabe der Profession. Die Autorinnen gelangen aufgrund einer Reflexion über die beiden Begriffe vor dem Hintergrund der Professionsethik zum Schluss, dass es die Pflicht der Sozialen Arbeit ist, fürsorglich zu handeln und die Erfüllung der menschlichen Bedürfnisse ins Zentrum zu stellen. Diese eindeutige Position ist in der Praxis jedoch keinesfalls klar. In Situationen, in denen die Bedürfnisse eines Menschen nicht mehr erfüllt werden können, stellt sich der Sozialen Arbeit die Frage, wie fürsorgliches Handeln definiert wird. Vorgängig behandeln die Autorinnen in einem ausführlichen Teil die Lebensphase Alter, welche aufzeigt, dass das Bild des Alters in der Gesellschaft vorwiegend negativ geprägt ist und ältere Menschen mit Vorurteilen konfrontiert werden. Anhand der Suizidtheorien wird deutlich, dass die Gründe für einen Alterssuizid multikausal sind. Dementsprechend sind sie nicht nur auf der individuellen, sondern auch auf der gesellschaftlichen Ebene zu suchen. Den Abschluss dieser Arbeit bildet eine Reihe von präventiven Überlegungen, was die Soziale Arbeit auf der Makro-, Meso- und Mikroebene dazu beitragen kann, damit ein Suizidwunsch erst gar nicht entsteht.

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Rahel Hofer, Deborah Weber
Suizidalität im Alter – verhindern oder nicht verhindern?
Eine ethische Herausforderung für Sozialarbeitende
Bachelor-Thesis
15.01.2010