Systemische Elternzusammenarbeit in der Schule

Handlungsfähig bleiben dank systemischem Verständnis

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus gehört zu den zentralen Aufgaben von Lehrpersonen und wird gleichzeitig häufig als herausfordernd erlebt. Insbesondere eine konfliktbeladene Elternzusammenarbeit kann zu Unsicherheit und eingeschränkter Handlungsfähigkeit führen.

Als langjährige Schulsozialarbeiterin arbeite ich regelmässig mit systemischen Beratungsansätzen und begleite Lehrpersonen insbesondere in anspruchsvollen Situationen der Elternzusammenarbeit. Dabei zeigt sich immer wieder, dass Lehrpersonen die systemische Perspektive als hilfreich erleben, da diese neuen Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig wird deutlich, dass sich viele Lehrpersonen nur unzureichend auf die Elternzusammenarbeit vorbereitet fühlen, da systemische Ansätze im schulischen Kontext bislang nur vereinzelt Anwendung finden. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Masterarbeit die Frage, inwiefern eine systemische Haltung Lehrpersonen dabei unterstützen kann, auch in herausfordernden Situationen professionell und handlungsfähig zu bleiben.

Die theoriegeleitete Literaturarbeit verbindet systemische Grundlagen mit konkreten Fragestellungen aus dem schulischen Alltag. Ergänzend wird ein anonymisiertes Praxisbeispiel sowohl aus problemzentrierter als auch aus systemischer Perspektive analysiert, um Unterschiede in Wahrnehmung und Handlungsspielraum sichtbar zu machen.

Die Arbeit zeigt, dass eine systemische Haltung dazu beitragen kann, konflikthafte Situationen differenzierter zu betrachten, Beziehungen bewusster zu gestalten und neue Handlungsoptionen im Umgang mit Eltern zu eröffnen und damit insgesamt einen wertvollen Beitrag zur Professionalisierung der Elternzusammenarbeit leisten kann

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Daniela Spycher-Maiorino
Systemische Elternzusammenarbeit in der Schule
Handlungsfähig bleiben dank systemischem Verständnis
Masterarbeit (MAS)
45 Seiten
2026
10.26038/2181710