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Traumatisierte Jugendliche in der stationären Jugendhilfe

Sozialpädagogische Unterstützung in der Traumabearbeitung

Eine deutliche Mehrheit der Jugendlichen, welche in stationären Einrichtungen betreut werden, berichten von mindestens einem traumatischen Ereignis in ihrer Lebensgeschichte. Die Tragweite ihrer belastenden Vergangenheit kann so tiefgreifend sein, dass daraus negative Folgeerscheinungen entstehen. Die vorliegende Bachelorarbeit beschreibt zunächst potenzielle traumatische Erfahrungen in der kindlichen Lebensphase. Anschließend werden Aspekte der längerfristigen Auswirkungen traumatischer Erfahrungen aufgezeigt. Starke psychische Erschütterungen in der Kindheit wirken entwicklungshemmend und haben einen Einfluss auf das Bindungsverhalten. Außerdem kann es zu dissoziativen Phänomenen oder Störungen der Affekt- und Impulskontrolle kommen. Besonders letzteres beansprucht die professionellen Fachkräfte in der stationären Jugendhilfe in höchstem Maße und führt des Öfteren zu unangemessenen pädagogischen Reaktionen. Das Ziel im zweiten Teil dieser Arbeit besteht darin, Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen, welche für die Jugendlichen in der Traumabearbeitung eine förderliche Hilfestellung sind. Dafür werden traumapädagogische Konzepte aus der bestehenden Literatur herangezogen. Für traumatisierte Jugendliche ist es wesentlich, sich in der Einrichtung sicher zu fühlen und neue positive Bindungserfahrungen zu machen. Darauf aufbauend können die psychosozialen Fachkräfte anhand verschiedener methodischen Zugängen verschiedene Entwicklungsbereiche fördern, die aufgrund des psychischen Traumas ins Stocken geraten sind. Die vorliegende Arbeit richtet sich primär an Fachkräfte der Sozialpädagogik, welche in der stationären Jugendhilfe tätig sind.

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David Suter
Traumatisierte Jugendliche in der stationären Jugendhilfe
Sozialpädagogische Unterstützung in der Traumabearbeitung
Bachelor-Thesis
63 Seiten
15.08.2019
10.5281/zenodo.3469939