Und es macht „Klick“

Eine Arbeit über den Weg von jungen Erwachsenen aus der Sozialhilfe


ISBN-Nr.:
978-3-03796-613-6
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Master-Thesen (MSc)
Seitenzahl:
87
Erscheinungsjahr:
2017
Publikationsdatum:
01.05.2017
Verlag
Edition Soziothek
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Gerade bei jungen Erwachsenen, die abhängig sind von Sozialhilfeleistungen, wird die normative Forderung nach beruflicher Integration besonders laut. Auf die Forderung wird in der Praxis mehrheitlich mit Auflagen der Teilnahme an einer der verschiedenen Interventionsmassnahmen reagiert. Dies, obwohl die Wirkung beruflicher Massnahmen in aktuellen Forschungsarbeiten kontrovers diskutiert und in Frage gestellt wird und trotz hoher Kostenfolgen.

Gründend aus der Wahrnehmung eindrücklicher Wege junger Erwachsener aus der Sozialhilfe und vor dem Hintergrund von Sparmassnahmen der Stadt Baden analysiert die Master‐Thesis Ausgangslagen junger Erwachsener zum Zeitpunkt der Gesuchstellung sowie Wirkung von Interventionsmassnahmen aus Sicht betroffener Klientinnen und Klienten. Die Erkenntnisse werden untermauert durch Erfahrungen von Expertinnen und Experten.

Mit Bezugnahme auf den aktuellen Forschungsstand zu jungen Erwachsenen in der Sozialhilfe und zur Wirkung von Massnahmen der beruflichen Integration, wird der Hintergrund der Master‐Thesis skizziert. Dabei wird auf die Forschungslücke hingewiesen, die in Zusammenhang mit der Wirkung von Beschäftigungsprogrammen auf Sozialhilfebeziehende besteht. Durch die Rückbindung an den Fähigkeitsansatz nach Martha Nussbaum werden Wirkungskriterien begründet, welche für die Soziale Arbeit geeignet sind und wird die Fragestellung formuliert.

Zur Beantwortung der Fragestellung werden statistische Daten in Abbildungen und Tabellen aufbereitet und Daten aus den geführten Interviews einer Inhaltsanalyse unterzogen. Daraus ergibt sich, dass die Verfolgung des primären institutionellen Auftrags der Berufsintegration losgelöst von der individuellen Gesamtsituation junger Erwachsener wenig erfolgsversprechend ist. Werden Aufträge der jungen Erwachsenen hingegen in partizipativen, subjektorientierten Prozessen entwickelt, er reichbare Teilziele formuliert und die Klientinnen und Klienten begleitet, wird ihr Vertrauen in sich und andere gestärkt, gelingt die Erweiterung ihrer Handlungsfähigkeit und die Stärkung ihrer Verwirklichungsmöglichkeiten hin zu einem guten Leben.
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