Unsichtbar gemacht: Mütter mit Fluchterfahrung

Eine Untersuchung medialer Repräsentationen und struktureller Bedingungen des Schweizer Asylsystems aus intersektionaler Perspektive

Diese Bachelorarbeit untersucht die Unsichtbarmachung von Müttern mit Fluchterfahrung im Spannungsfeld medialer Repräsentationen, struktureller Bedingungen des Schweizer Asylsystems und sozialarbeiterischer Praxis. Konkret wird untersucht, wie Mütter mit Fluchterfahrung medial repräsentiert werden, welche strukturellen Bedingungen ihre Lebenslagen prägen und welche Handlungsmöglichkeiten sich für die Sozialberatung ergeben. Die herausgearbeiteten Repräsentationen und strukturellen Bedingungen werden aus postkolonialer, rassismuskritischer und intersektionaler Perspektive eingeordnet, wobei die intersektionale Mehrebenenanalyse als analytische Orientierung dient. Die Literaturarbeit stützt sich auf Studien, Berichte und Fachliteratur. Die Ergebnisse zeigen, dass Mütter mit Fluchterfahrung medial häufig in ihrer Rolle als Mutter, als Teil einer Familie oder als schutzbedürftig repräsentiert werden, während ihre eigenen Perspektiven und Bedürfnisse in den Hintergrund treten. Rechtliche und integrationspolitische Rahmenbedingungen begrenzen zudem ihre Teilhabe und Handlungsspielräume. Mediale Repräsentationen und strukturelle Bedingungen sind von Macht- und Ungleichheitsverhältnissen geprägt, die immer wieder reproduziert werden. An dieser Reproduktion ist auch die Soziale Arbeit beteiligt. Für die Sozialberatung ist deshalb eine menschenrechtlich und professionsethisch orientierte, kritisch-reflexive Praxis zentral. Sie hinterfragt eigene Vorannahmen und institutionelle Routinen und bezieht die Perspektiven und Bedürfnisse der Mütter konsequent ein.

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Laila Kellenberger
Unsichtbar gemacht: Mütter mit Fluchterfahrung
Eine Untersuchung medialer Repräsentationen und struktureller Bedingungen des Schweizer Asylsystems aus intersektionaler Perspektive
Bachelor-Thesis
10.08.2026