Verwaltungsrechtliche Ermessensspielräume in der Sozialhilfe

Wenn Gesetze keine Antworten geben und Sozialarbeitende professionell handeln müssen


ISBN-Nr.:
978-3-03796-715-7
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Bachelor-Thesen (BSc)
Seitenzahl:
61
Erscheinungsjahr:
2019
Publikationsdatum:
01.03.2019
Verlag / Hochschule
Edition Soziothek
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit verwaltungsrechtlichen Ermessensspielräumen innerhalb der Sozialhilfe und deren professionellen Anwendung durch Fachpersonen in der alltäglichen Praxis. Es wird der Frage nachgegangen, welchen Beitrag das berufliche Selbstverständnis im professionellen Umgang mit dem verwaltungsrechtlichen Ermessen in der Sozialhilfe leisten kann.

Verwaltungsrechtliche Ermessensspielräume werden in der Literatur ausführlich behandelt. Im Bereich der Ausübung des Ermessens auf der Ebene der Sozialhilfe sind jedoch nur begrenzt Literatur und Forschungsergebnisse auszumachen – der professionelle Umgang mit dem verwaltungsrechtlichen Ermessen in der Sozialhilfe wurde bisher kaum behandelt. Die Autorin versucht deshalb, auf Basis der bestehenden Literatur eine Synthese auf verwaltungsrechtlicher und professionstheoretischer Ebene zu bilden. Als Grundlage dienen ausgewählte Literatur aus den Disziplinen Recht (Verwaltungsrecht) und Soziale Arbeit (Professionstheorie). Anhand des Beispiels der Sozialen Dienste der Stadt Zürich (SOD) wird die Handhabung in der Praxis exemplarisch aufgezeigt. Bei der Arbeit handelt es sich um eine Literaturarbeit.

Aus der Arbeit geht als zentrales Ergebnis hervor, dass die Sozialarbeitenden in der Praxis der Sozialhilfe aufgefordert sind, ihre Ermessensspielräume dann zu nutzen, wenn diese durch die Gesetzgebung gewährt werden. Dabei zeigt sich, dass die individuelle Begutachtung der Situation der Klientinnen und Klienten der Sozialhilfe unumgänglich ist (Individualitätsprinzip). Das berufliche Selbstverständnis hilft den Fachpersonen dabei, in herausfordernden Situationen den Weg zur „richtigen“ Lösung zu finden. Ob eine Lösung dabei wirklich angemessen ist, kann nur im Einzelfall beurteilt werden und ist häufig eine Wertungsfrage.

Diese Arbeit ist nicht als Leitfaden für die professionelle Anwendung des verwaltungsrechtlichen Ermessensspielraums in der Sozialhilfe aufzufassen. Sie soll vielmehr eine Übersicht über das in der Literatur bisher kaum behandelte Thema geben.
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