Wenn hochstrittige Eltern in die Mediation müssen

Eine Theoriearbeit zu Rahmenbedingungen, Setting und Vorgehensweisen bei angeordneten Mediationen im zivilrechtlichen Kindesschutz


Tanja Lutz (Autor)
ISBN-Nr.:
978-3-03796-707-2
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Masterarbeiten (MAS)
Seitenzahl:
83
Erscheinungsjahr:
2019
Publikationsdatum:
07.01.2019
Verlag / Hochschule
Edition Soziothek
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Begeben sich Eltern in hochstrittigen Situationen freiwillig oder auch auf Anordnung der Behörde in eine Mediation, bleibt immer die schwierige Frage, wie mit solchen hochstrittigen Eltern gearbeitet werden kann.

Die hier vorliegende Theoriearbeit befasst sich mit der Arbeit mit hochstrittigen Eltern in der angeordneten Mediation im zivilrechtlichen Kindesschutz. Dabei wird versucht, im Sinne einer Art Sondierung in einem noch wenig untersuchten Feld, aus Studien und einschlägiger Literatur zu den Themen Hochstrittigkeit, Zwangskontext, Scheidungs- und Trennungsmediation sowie angeordnete Mediation herauszuarbeiten, welche Rahmenbedingungen und Settings für diese Arbeit förderlich sind, wie sich hochstrittige Eltern erkennen lassen, was sie für die Konfliktklärung brauchen und wie sich dies mit dem Verfahren der Mediation verbinden lässt. Schliesslich werden unter Berücksichtigung der erhaltenen Erkenntnisse Überlegungen für die konkrete Praxis der angeordneten Mediation im zivilrechtlichen Kindesschutz angestellt. Dabei gliedern sich diese Überlegungen in die drei Bereiche: Rahmenbedingungen, Setting und Vorgehensweise mit ihren Instrumenten und Methoden. Insbesondere werden Aspekte wie ein mögliches Gruppensetting in der Mediation, der Einbau psychoedukativer Elemente, der Einbezug der Kinder sowie die Schaffung eines Fensters für die Verarbeitung der Beziehungsgeschichte diskutiert.

Es wird festgestellt, dass Mediation bereits in ihrer Grundform einiges mitbringt, was für die Arbeit mit hochstrittigen Eltern hilfreich ist. Dennoch zeigen sich auch Ansatzpunkte, wie sich die Mediation durch spezifische Fokussierungen und Integration zusätzlicher Elemente weiterentwickeln könnte, um die betroffenen Eltern und Kinder noch effektiver unterstützen zu können.
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