Wenn Worte fehlen

Künstlerische Tätigkeiten mit traumatisierten Kindern im stationärenSetting der Sozialpädagogik

Die vorliegende Bachelorarbeit von Milena Muff mit dem Titel «Wenn Worte fehlen: Künstlerische Tätigkeiten mit traumatisierten Kindern im stationären Setting der Sozialpädagogik» behandelt die Fragestellung, inwiefern künstlerische Tätigkeiten im Bereich der bildenden Kunst die Entwicklung von Kindern mit traumatischen Erfahrungen im stationären Setting der Sozialpädagogik fördern können.

Kinder im stationären Setting der Sozialpädagogik sind häufig von traumatischen Erlebnissen betroffen. Das sind einschneidende Erlebnisse, welche als lebensbedrohlich, überwältigend und unausweichlich wahrgenommen werden. Traumata können die kognitive und sozioemotionale Entwicklung stark beeinträchtigen. Die vorliegende Literaturarbeit zeigt auf, dass künstlerische Tätigkeiten der bildenden Kunst, also visuell wahrnehmbare Kunst, an genau diesen Punkten ansetzen können. Beispielsweise fördern sie das Selbstkonzept, die Selbstwirksamkeit, die Resilienz und haben positive Auswirkungen auf das Bindungsverhalten. Gleichzeitig werden auf potenzielle Grenzen der künstlerischen Tätigkeiten mit traumatisierten Kindern hingewiesen.

Eingerahmt durch die Handlungsmaximen der Lebensweltorientierung und die traumapädagogischen Standards, können künstlerische Tätigkeiten stabilisierend und ressourcenaktivierend im stationären Arbeitsalltag mit traumatisierten Kindern eingesetzt werden. Konkrete Handlungsempfehlungen für Fachpersonen sind unter anderem ein regelmässiges begleitetes Kreativangebot, das Gestalten eines sicheren Ortes oder gestalterische Ressourcen-, Biografie und Körperarbeit.

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Milena Muff
Wenn Worte fehlen
Künstlerische Tätigkeiten mit traumatisierten Kindern im stationärenSetting der Sozialpädagogik
Bachelor-Thesis
11.08.2025