Wie Mütter mit postpartaler Depression unterstützt werden können

Eine qualitative Forschungsarbeit zu Handlungsansätzen der Sozialen Arbeit aus Sicht von Fachpersonen

Der Übergang in die Elternschaft ist mit vielfältigen Veränderungen verbunden. Gesellschaftlich wird diese Lebensphase mit positiven Emotionen und Glücksgefühlen verknüpft, obwohl Mütter sie unterschiedlich erleben. Psychische Erkrankungen werden immer noch stark tabuisiert, besonders im Zeitraum rund um die Geburt. Vor diesem Hintergrund haben sich die Autorinnen mit der Frage befasst, wie die Soziale Arbeit Mütter mit postpartaler Depression unterstützen und die Mutter-Kind-Beziehung stärken kann. Um Antworten zu finden, hat sich die Autorenschaft mit Theorie zur postpartalen Depression und der Beziehung zwischen Mutter und Kind auseinandergesetzt. Zudem wurden sechs Expert:inneninterviews durchgeführt, um Erfahrungswerte aus der Praxis einzubeziehen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Unterstützung der betroffenen Mutter zugleich zur Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung beiträgt. Durch eine alltagsnahe Entlastung, die Förderung vorhandener Ressourcen und die Vernetzung mit passenden Angeboten kann die Handlungsfähigkeit der Mutter gestärkt werden. Zudem erweist sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit als zentral für eine umfassende Unterstützung betroffener Familien. Die Soziale Arbeit übernimmt dabei eine wichtige verbindende Funktion zwischen der Familie und den beteiligten Fachstellen. Die Begleitung von Müttern mit postpartaler Depression stellt daher ein relevantes Handlungsfeld dar, in dem entsprechend sensibilisierte und qualifizierte Fachpersonen der Sozialen Arbeit benötigt werden. Die vorliegende Arbeit richtet sich deshalb in erster Linie an Fachpersonen der Sozialen Arbeit.

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Anouk Frehner, Jana Wüthrich
Wie Mütter mit postpartaler Depression unterstützt werden können
Eine qualitative Forschungsarbeit zu Handlungsansätzen der Sozialen Arbeit aus Sicht von Fachpersonen
Bachelor-Thesis
10.08.2026