Wie wird Armut in der Schweiz definiert, erlebt und bearbeitet?

Eine qualitative Forschungsarbeit im Raum Basel

Diese Bachelorarbeit: 'Wie wird Armut in der Schweiz definiert, erlebt und bearbeitet? Eine qualitative Forschungsarbeit im Raum Basel' wurde von Ireos Filippo Schmid im Rahmen des HSLU Bachelor Studiums in Sozialer Arbeit, Fachrichtung Sozialpädagogik geschrieben. Sie untersucht Armut in der Schweiz als vielschichtiges und häufig verborgenes gesellschaftliches Phänomen und entwickelt daraus Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit. Ausgehend von statistischen Grundlagen, theoretischen Konzepten von Bourdieu, Mäder und Goffman sowie einer qualitativen Analyse von narrativen Interviews wird aufgezeigt, wie Armut ökonomische, soziale und kulturelle Ressourcen gleichermassen beeinträchtigt und sich in Scham, Stigmatisierung und eingeschränkter Teilhabe manifestiert. Die empirischen Ergebnisse verdeutlichen, dass strukturelle Barrieren, verdeckte Armut und institutionalisiertes Nicht-Erreichen armutsbetroffener Personen zentrale Herausforderungen für die Soziale Arbeit darstellen. Sie zeigen zudem, dass Verhaltensweisen, die gesellschaftlich oft als individuelles Versagen interpretiert werden, Ausdruck hoher Belastung und unzureichender Unterstützung sind. Aufbauend darauf entwickelt die Arbeit Handlungsempfehlungen auf Mikro-, Meso- und Makroebene: zur Reduktion von Scham und Stigma, zur Verbesserung niederschwelliger institutioneller Zugänge und zur politischen und gesellschaftlichen Armutsbekämpfung. Die Ergebnisse unterstreichen, dass nachhaltige Armutsbekämpfung ein Zusammenspiel aller Ebenen erfordert und dass subsidiäre Solidarität sowie Peer-Ansätze zentrale Potenziale für eine armutssensible Soziale Arbeit sein können.

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Ireos Filippo Schmid
Wie wird Armut in der Schweiz definiert, erlebt und bearbeitet?
Eine qualitative Forschungsarbeit im Raum Basel
Bachelor-Thesis
05.01.2026