Wirkung zeigen

Wirkungsorientierung als Qualitätsmerkmal der Soziokulturellen Animation

Die vorliegende Bachelor-Arbeit untersucht Wirkungsorientierung als Qualitätsmerkmal in der Soziokulturellen Animation am Beispiel der Quartierarbeit in Basler Quartiertreffpunkten. Ausgangspunkt ist, dass Quartiertreffpunkte öffentlich mitfinanziert freie Trägerschaften sind und ihre Leistungen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit legitimieren müssen. Im Staatsbeitragsvertrag werden quantitative Leistungskennzahlen festgehalten, während qualitative Wirkungsdimensionen nur begrenzt berücksichtigt werden. Die Arbeit fragt, wie Wirkungsorientierung theoretisch gefasst wird, weshalb Professionelle der Sozialen Arbeit wirkungsorientiert arbeiten sollen und welche Risiken, Grenzen und Spannungsfelder sich daraus ergeben. Auf der Grundlage einer Fachliteraturarbeit werden wichtige Qualitätsbegriffe geklärt. Anschliessend wird Wirkungsorientierung aus drei Perspektiven begründet: gesellschaftlichpolitisch als Rechenschafts- und Legitimationsanforderung, professionell als Reflexions-, Lern- und Qualitätsentwicklungsinstrument sowie adressat*innenbezogen als Frage nach bedeutsamen Veränderungen. Die Bewertung zeigt, dass Wirkungsorientierung Risiken einer ökonomisierten und quantifizierenden Steuerungslogik birgt und zugleich an Grenzen der Wirkungsmessung stösst. Daraus ergibt sich ein Spannungsverhältnis, das vor allem in der Qualitätsdebatte zwischen Leistungserbringer*in und Kostenträger*in mündet. Empfohlen wird eine fachlich reflektierte und partizipative Wirkungsorientierung, die quantitative Daten durch qualitative Formen ergänzt und die Perspektiven der Adressat*innen als zentrale Ressource für die Qualitätsentwicklung stärker miteinbezieht.

Mehr Weniger
Corinne Vischer
Wirkung zeigen
Wirkungsorientierung als Qualitätsmerkmal der Soziokulturellen Animation
Bachelor-Thesis
10.08.2026