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Wohnbaugenossenschaften als Handlungsfeld für die Soziokulturelle Animation

Herausforderungen des Wohnwandels am Beispiel der Stadt Zürich

Der Soziale Wandel zeigt sich durch die beschleunigte Globalisierung und der damit verbundenen Ökonomisierung wie auch anhand der zunehmenden Individualisierung und der damit verbundenen Pluralisierung der Lebensstile. Für das Wohnen bedeuten diese Entwicklungen eine Zunahme des Wettbewerbs auf dem Wohnungsmarkt sowie Veränderungen im Zusammenleben und der sozialen Beziehungen der Menschen. Diese Veränderungen bringen problematische Tendenzen wie die unzureichende Wohnraumversorgung, die unfreiwillige Segregation sowie das Risiko der sozialen Desintegration mit sich. Das Modell des genossenschaftlichen Wohnens ist eine mögliche sozialpolitische Alternative zum kommerziell organisierten Wohnungsmarkt. Zudem haben Genossenschaften integrativen Charakter und fördern das gemeinschaftliche Zusammenleben. Der Soziale Wandel führt auch in den Genossenschaften zu Herausforderungen. Diese sind erstens die Abnahme der sozialen Kohäsion und der Solidarität unter den Bewohnenden und zweitens die sinkende Beteiligung. Beide Punkte sind für die Genossenschaften wie auch für die Gesellschaft wichtige Grundvoraussetzungen für ein gelingendes Zusammenleben. Die Kernkompetenz der Soziokulturellen Animation ist es, gemeinsam mit den Menschen den Sozialen Wandel zu gestalten. Sie kann die Genossenschaften professionell darin unterstützen, die genannten Herausforderungen aktiv anzugehen. Der soziale Zusammenhalt in der Genossenschaft kann durch die Förderung von Begegnung und Kommunikation unter den Bewohnenden gestärkt werden. Eine erhöhte Partizipation kann durch die Aktivierung der Bewohnenden sowie durch den Aufbau von neuen, niederschwelligen Strukturen erreicht werden.

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Selina Chanson, Rahel Walther
Wohnbaugenossenschaften als Handlungsfeld für die Soziokulturelle Animation
Herausforderungen des Wohnwandels am Beispiel der Stadt Zürich
Bachelor-Thesis
15.08.2010