Elternarbeit bei fremdplatzierten Jugendlichen
Bedeutung und Gestaltung im Heimkontext
Werden Kinder und Jugendliche im Heim fremdplatziert, wirkt sich das auf den Kontakt und die Beziehung zu ihren Eltern aus. Deshalb ist es wichtig, dass die Eltern trotz der ausserfamiliären Unterbringung die Möglichkeit haben, weiterhin am Leben ihres Kindes teilzunehmen. Sozialpädagogische Fachpersonen können die Eltern durch die Elternarbeit dabei unterstützen. Mithilfe verschiedener Methoden können die Eltern in der Zusammenarbeit mit den Fachpersonen Herausforderungen und Probleme im Zusammenhang mit der stationären Unterbringung bearbeiten und die Entwicklung ihres Kindes fördern. Die Themen und die Form der Elternarbeit verändern sich dabei mit zunehmendem Alter des Kindes. Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Elternarbeit bei Jugendlichen im Heimkontext gestaltet werden kann, damit sie sich förderlich auf die Jugendlichen auswirkt. Basierend auf einer umfassenden Fachliteraturrecherche werden dazu die Elternarbeit im Heimkontext sowie die Entwicklung und die Besonderheiten im Jugendalter erläutert. Daraus werden Chancen und Herausforderungen sowie Methoden und Handlungsempfehlungen für die Elternarbeit bei fremdplatzierten Jugendlichen im Heimkontext abgeleitet. Für einen gelingenderen Platzierungsverlauf ist die Partizipation der Eltern ein wichtiger Faktor. Insbesondere die jugendlichen Entwicklungsaufgaben zur Bildung einer eigenen Identität und neuer eigenständigen Beziehungen sowie die Ablösung stehen in direktem Zusammenhang mit den eigenen Eltern. Daher ist es trotz zunehmender Selbstständigkeit der Jugendlichen relevant, die Eltern durch professionelle Elternarbeit in die Erziehung und den Alltag des jungen Menschen einzubeziehen.