Wie bleiben Kinder aus suchtbelasteten Familien resilient?
Die Bedeutung von Relislienz und Ressourcen bei Kindern aus stoffgebunden suchtbelasteten Familien
Die vorliegende Bachelor-Arbeit untersucht die Fragestellung wie Kinder aus suchtbelasteten Familien resilient bleiben. Insbesondere werden die Entwicklungsmöglichkeiten von Resilienz untersucht und welche Ressourcen und Hilfsangebote für betroffene Kinder besonders von Bedeutung sind. Schwerpunkte der Arbeit beinhalten das Aufwachsen im Familiensystem, das Modell von Resilienz und die Bedeutung von Schutzfaktoren. Der theoretische Rahmen wird ergänzt durch qualitative Interviews mit Betroffenen sowie einem Expert*innen Interview. Die Ergebnisse zeigen, dass stabile Beziehungen, insbesondere zu Vertrauenspersonen, bei psychosozialen Belastungen im Elternhaus zentral für die Entwicklung des Kindes sind. Diese können gesunde Beziehungen, Entwicklung eines positiven Selbstbildes und Selbstwirksamkeit stärken. Der Stärkung von Schutzfaktoren kommt hierbei eine zentrale Rolle zu. Das professionelle Hilfsnetz sollte niederschwellig gestaltet sein. Betroffene äussern ein Bedürfniss nach Offenheit und Vertrauen bezüglich ihrer Situation. Ein Hindernis stellt insbesondere die Stigmatisierung von Suchterkrankten und deren Angehörigen dar. Ein Lösungsansatz hierbei ist die Sensibilisierung der Gesellschaft. Abschliessend werden Handlungsansätze für die Soziale Arbeit erarbeitet. Ein Fokus liegt dabei auf der Prävention. Problemlagen sollten möglichst früh erkannt werden, damit eine angemessene Frühintervention zur Unterstützung der betroffenen Kindern geleistet werden kann.